Smartphone kindersicher

Smartphones gehören heute auf jedem Schulhof zum guten Ton dazu. Ob die Eltern damit nun sonderlich glücklich sind oder nicht – ab einem gewissen Alter sollte dem Nachwuchs ein solches Gerät nicht vorenthalten werden. Das ist im Grunde genommen auch gar kein Problem, wenn die Eltern sich vorher die Zeit zum Smartphone kindersicher machen nehmen. Die entsprechenden Einstellungen sind beim Apple iPhone recht leicht vorzunehmen. Bei Android-Geräten ist es ein wenig komplizierter, aber dennoch kein Ding der Unmöglichkeit. In diesem Ratgeber gehen wir zunächst auf grundsätzliche Fragestellungen ein, beleuchten dann mögliche Gefahren und geben schließlich ganz konkrete Hilfestellung, damit Eltern das Smartphone kindersicher machen können.

Gehört ein Smartphone überhaupt in Kinderhände?

Der eine oder andere wird sich sicherlich als allererstes die Frage stellen, ob so ein Smartphone denn überhaupt in Kinderhände gehört? Zumindest bei sehr kleinen Jungen und Mädchen ist definitiv eher davon abzuraten. Denn da tut es auch ein einfaches Handy für den Notfall. Diese klassischen Mobiltelefone sind in der Regel schließlich auch deutlich robuster als die hochsensiblen Smartphones. Spätestens, wenn das Kind auf eine weiterführende Schule geht, also im Alter von etwa zehn Jahren, spricht allerdings nichts mehr gegen ein Smartphone. Solange dies auf verantwortungsvolle Art und Weise genutzt wird, kann es den Kids sogar zu einer Hilfe in der Schule und bei den Hausaufgaben werden, etwa durch diverse Lern-Apps. Es ist nur wichtig, dass das Smartphone kindersicher machen nicht vergessen wird. Je jünger die Nutzer sind, desto essentieller ist dies.

Kostenfallen und andere Gefahren

Da ein Smartphone praktisch nichts anderes ist als ein mobiler Computer im Hosentaschenformat, lauern hier auch die gleichen Gefahren auf junge und unbedarfte Anwender. Und es kommen sogar noch einige zusätzliche Szenarien hinzu. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang:

  • Kostenpflichtige Apps und In-App-Verkäufe
  • Internetseiten mit jugendgefährdenden Inhalten
  • Handyspiele, die süchtig machen
  • Hohe Kosten im Ausland durch die Nutzung von Roaming
  • Das Teilen von unangemessenen Inhalten via WLAN oder Bluetooth

Wo es kompetente Hilfe für Eltern im Netz gibt

Neben den bereits angesprochenen Funktionen und Apps können sich Eltern auch im Internet zusätzlich Hilfe holen, wenn es um das Thema Smartphone kindersicher machen geht. In diesem Zusammenhang empfehlenswert ist die Website www.schau-hin.info. Dabei handelt es sich um eine Initiative vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der ARD, dem ZDF sowie der Zeitschrift TV Spielfilm. Es finden sich nicht nur umfangreiche Anleitungen und Tipps rund um die Sicherheits- und Jugendschutzeinstellungen bei Smartphones, sondern auch zu gesellschaftlichen Themen wie Cybermobbing, Datenschutz und Kinderrechte gibt es Hilfe. Auch diese Themen bewegen Eltern und Kinder und können nicht zuletzt bei der Nutzung von Smartphones schnell aktuell werden.

Fazit: Die richtigen Jugendschutzeinstellungen müssen nur genutzt werden

Nicht wenige Eltern haben heute noch große Angst, ihrem Sprössling ein Smartphone zu überlassen. Diese Ängste sind jedoch größtenteils unbegründet – wenn eben die entsprechenden Maßnahmen in puncto Jugendschutz getroffen werden, bevor die Kleinen das Gerät in die Hand bekommen. Ob nun unter iOS oder Android, das Smartphone kindersicher machen ist gewiss kein Hexenwerk. Mit unseren oben beschriebenen Schritt-für-Schritt-Anleitungen sollte es problemlos funktionieren. Und je älter und reifer die Kids im Umgang mit dem Gerät werden, desto mehr lassen sich die Einschränkungen dann selbstverständlich auch lockern.